BANDPROJEKTE
 

Hier gibt´s ein paar mp3 Songausschnitte aus der CD

-Watson go on
-Names
-Winds
-Whistle Stop Cafe
-Könige schlafen im Dolmus
-Get it

Wer eine CD haben will, kann sie bei "Kontakt" bei mir bestellen.

 

Gegründet in Wien 1994 Matthias Hautsch mit Leif Searcy und Nico Brandenburg. Diverse Auftritte in Österreich, Ungarn und Deutschland in dieser und anderen Besetzungen. Nach Umzug von Bandleader Matthias Hautsch nach Deutschland wechselnde Musiker bis 1996.

Get it ist jetzt :
-Gitarre+Komposition - Matthias Hautsch
-Sax - Libor Sima ( u.a.Chaka Khan )
-Trompete - Sebastian Studnitzky (Jazzpreisträger)
-Keyboard - Holger Engel
-Bass - Christoph Dangelmaier
-Drums - Thorsten Grau


Get it spielt Fusion, d.h. eine Mischung von Jazz, Rock, Latin und Funk. Auftritte in Jazzclubs, Open-airs und Jazzfestivals Internationale Theaterhaus Jazztage in Stuttgart, Hessenjazzfestival, Das Fest KA vor 50.000 Besuchern etc. .
-1996 Aufnahme der CD Get it mit obiger Besetzung und dem Jazzrockgitarrist Mike Stern aus New York als Gastmusiker.
-1996 Preisträger beim SDR Jazzwettbewerb

„Eine Gute-Laune-Bombe.“ ( Jazz Podium ).
„A great Band ! “ ( Mike Stern ).

 
 
 
 
 
 
Jazz is not dead, it just smells funny. Der hintersinnige Spruch von Frank Zappa scheint aktueller denn je: immer mehr junge Leute entdecken in letzter Zeit diese Tradition, und immer mehr sind fasziniert von dem merk-würdigen Geruch, den diese improvisierte Musik ausdünstet. Daß der Jazz lebt und einen ganz eigenen Duft versprüht–das zeigt das Debütalbum von Matthias Hautsch. Sein Erstling gehört nicht zu jenen ehrgeizigen Fingerübungen, die so mancher Nachwuchsklampfer auf Vinyl pressen läßt. Get it ist vielmehr die Zwischenbilanz eines Gitarristen, der in den vergangenen Jahren nur eines machen wollte: gute Musik. Die kann sehr virtuos, komplex und vertrackt daherkommen wie beim Opener Watson go on. Andererseits kann sie ungemein einprägsam und sensibel Stimmungen und Atmosphären ausloten (Könige schlafen im Dolmus) oder in Akustikklängen schwelgen wie das new-age-inspirierte Thank God. Schließlich beherrscht Matthias Hautsch die Sprache des zeitgenössischen Fusion Jazz (Good News Bad Blues), stil- und geschmackssicher kreuzt er Funk und Latino Grooves (das Titelstück Get it), mischt Karibisches bei (Baoi Shuffle) oder rockt richtig los (Scotty). Mit Get it spannt Matthias Hautsch einen weiten Bogen, aber er überspannt ihn nicht. Bei aller Vielfalt kann man seine Handschrift erkennen, bei aller Raffinesse verflüchtigt sich aber nicht die musikalische Substanz. Statt einer aufdringlichen Parfümwolke hinterläßt er die unterschiedlichsten Duftmarken–es gibt die strengen und die milden Gerüche, die verführerischen und natürlichen, den Dschungel und die Blumenwiese…und das ganz im Geiste jenes quicklebendigen Geistes: Jazz is not dead, it just smells funny. Andreas Höll (Mitteldeutscher Rundfunk/MDR Kultur)
 
Es gibt ein schönes Foto aus dem Blindflug-Studio: Mike Stern und Matthias Hautsch nach der gemeinsamen Aufnahme-Session für dieses Album. Daß es nicht den Eindruck eines ich-und-der-Star-Schnappschusses weckt, dafür sorgt der kleine Jonas Hautsch auf dem Arm seines Papas. Und so kenne ich Matthias: Es gibt Wichtigeres als schnelle Läufe, geile Licks, große Namen. Auch Wichtigeres als Musik überhaupt. Aber wenn Musik, dann richtig. Ich höre seine Musik und denke unwillkürlich an unsere immer wiederkehrende philosophische Diskussion um die Perfektion von Musik. Spätestens seit Computer quantisieren und shiften, wissen wir: Perfektion ist relativ. Die mathematische ist nicht identisch mit der musikalischen Perfektion. Man sollte Musik vielleicht daran messen, wie stark sie kommuniziert. Was kommt beim Hören und Erleben an? Wie stark sind die Empfindungen und Bilder, welche ausgelöst werden? Wer Get it hört, lernt Matthias Hautsch kennen. Komposition, Interpretation und Improvisation verschmelzen zu einer facettenreichen aber homogenen Gestalt, zum klanglichen Fingerabdruck eines begabten Musikers und sympathischen Menschen. Seine Changes sind nicht konstruiert, sie scheinen erträumt. Sie spiegeln Matthias’ Harmoniebedürfnis genauso wider, wie seine analytische Logik. Eigensinnige Melodien, die so humorvolle Wendungen nehmen, daß sie einen überraschen wie die Pointen einer Woody-Allen-Komödie. Und wenn Matthias Hautsch improvisiert, läßt er etwas raus. Nichts von schau-mal-was-ich-kann-Gedudel. Seine Gitarre erzählt alte und neue, lange und kurze Geschichten. Voll von Gefühlen und spontanen Erinnerungen. Ist Get it nun ein perfektes Werk? Zur Kommunikation gehören mindestens zwei. Matthias Hautsch jedenfalls hat seinen Teil dazu beigetragen. Michael Mürle