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parnass 08/2005 kultur-magazin Wenn sie spricht, ist sie die deutsche Synchronstimme von „Mickey Mouse“, aber wehe, ihr ist ein Mikrofon und eine Hand voll Instrumentalisten gegeben, dann entfesselt sie eine Power, die Gehörgänge und Herzen erobert und Hirne zur Explosion bringt! Sandy Wollasch war Mitte Juli einmal mehr Gastsängerin (weiterer Gaststar: Ira Diehr) beim längst legendären „Matthias-Hautsch-Trio“ und gemeinsam lockten sie einmal mehr die Massen zum „Sonntagsfrühschoppen“ in den „Alten Bahnhof“. Wie bereits beim Konzert vor zwei Jahren hatte die unbeständige Witterung den Open-Air-Freunden einen Strich durch die Rechnung gemacht und ein sichtlich erschöpfter „Kulturattachee“ Klaus Maier hatte vom hin- und herschleppen der anlage Arme bis auf den Boden. Umso besser, konnte er damit doch noch frenetischer applaudieren, als die Wollasch mit Madonnas „Like a virgin“ sein Lieblingsstück zum Besten gab. Es ist die Kunst, die Wünsche des Publikums wie im Schlaf zu erraten und dann in grandiose Musik umzusetzen, die neben dieser Band kaum eine Zweite in dieser Perfektion beherrscht: Jede Regung im Auditorium nehmen die Vollblut-Musiker auf und setzen sie in wahrhaft klingende Münze um. So fesselten Frontmann und Extraklasse-Gitarrist Hautsch zusammen mit seinem Bassisten Thorsten Steudinger und dem Drummer Cay Rüdiger die Massen durchaus auch instrumentell. Kein Problem für drei Musiker, denen Töne statt Blut durch die Adern zu fließen scheint, und die pure Lebensfreude in rauen Mengen über dem Publikum auszustreuen haben. Dabei kommt den drei erstklassigen Meistern ihres jeweiligen Instruments zugute, dass sie das, was sie aus vollem Herzen rüberbringen wollen, ganz ohne Probleme auf Saiten und Felle zu übertragen und in Musik zu übersetzen verstehen. Technische Versiertheit paart sich bei diesem Trio mit interpretatorischem Witz und einer unglaublichen Phantasie. So nimmt die Band, die „irgendwie“ auch covert, bekannte Werke aus Jazz, Pop und auch einmal Rock, zertrümmert die ursprüngliche (meist recht flache) Tonsprache in ihre Grundelemente und baut daraus – Ton für Ton und gleichsam Atom für Atom – ein neues achtes Weltwunder zusammen: Musikalische Reinkarnation mit viel Esprit und Geist. Wenn zu diesen drei Musikgrößen noch eine Powerfrau wie Sandy Wollasch tritt, die zu recht den Titel „heißeste Stimme Karlsruhes“ trägt, dann ist der Ekstase keine Barriere mehr gesetzt: Die biegbare Stimme der jungen Frau begeistert und raubt gerne auch mal den Atem, wenn sie „a sentimental mood“ Ella Fitzgerald ein Denkmal setzt, indem sie die uneinnehmbare amerikanische Jazz-Ikone gerade nicht kopiert, sondern nur ihren bekannten Titel in ganz neue Zusammenhänge setzt. Einmal mehr stand der „Alte Bahnhof“ Kopf und es ist überhaupt keine Frage: Matthias Hautsch und seine Mannen und vor allem Sandy Wollasch haben – frei nach dem Hit Dinah Washingtons - gezeigt, „what a difference a day makes- and the difference is you!“ |
| Funk, Latin und Jazz gekonnt gemischt Matthias Hautsch Quartett mit Astrid Tischmeyer beim Jazz im Schloss Neuenbürg NEUENBÜRG.Einen Abend, der verzaubert hat, haben die Gäste beim zweiten diesjährigen "Jazz im Schloss Neuenbürg" erlebt. Fusion nennt sich, was das Matthias Hautsch Quartett samt Sängerin Astrid Tischmeyer spielen: eine gediegene Mixtur aus Funk, Pop, Latin und Jazz. Das Programm kündigt das Konzert mit "smooth" an und genau so fühlt es sich an: Butterweich unter die Haut gehende Klangcollagen mit facettenreich arrangierten Stücken, die geradezu dazu einladen, sich zu vergessen und darin zu versinken. Dass der Studio-, Theater- und Live-Musiker dabei immer wieder auf gerne gehörte Klassiker wie diverse Police-Songs und Balladen wie Roberta Flacks "Smoke gets in your Eyes" zurückgreift, stört dabei nicht im Geringsten - im Gegenteil. Bereits die Instrumental-Interpretation des ersten Stückes, ein fast nicht wiederzuerkennender Titel der Red Hot Chili Peppers, gibt Einblicke in die Arbeitsweise des Gitarreros: "Ich hab den Song einmal beim Autofahren im Radio gehört, dann nie wieder", erzählt Hautsch der PZ. Mit kreativem Potenzial verleiht er den Versatzstücken ein ganz andersartiges, eigenes Gepräge. Matthias "Matsche" Hautschs musikalische Sozialisation an der Gitarre begann im Alter von 18 Jahren mit der Luftgitarren-Imitation des 80er-Jahre Hardrockers Van Halen, wie der Straubenhardter Musiker auf seiner Internet-Homepage verrät. Daran erinnert heute nur noch die zottelige Kultfrise, die Hautsch Haupt schon seit Jahren ziert und hinter der er sich beim Spielen immer wieder, völlig in die Musik versunken versteckt. So kennen ihn seine Fans, so schätzen ihn regionale Musikerkollegen. Einigen hat er seine Fingerfertigkeit an schnellen Gitarrenläufen im Unterricht weitervermittelt. Für sie ist er ein Idol. Doch seit Hautsch sein Studio in Bad Herrenalb aufgebaut, die Kult-Bands Cezanne und Get it gegründet, das Nachrichtentechnik-Studium abgeschlossen und Abschlüsse wie an der Musikschule in Wien gemacht hat, ist einige Zeit vergangen. Inzwischen ist er Mitte 30, an CD-Produktionen mit namhaften Künstlern beteiligt und tourt selbst erfolgreich, wahlweise als Trio oder Quartett, bundesweit durch die Lande.Für seine Auftritte lädt Hautsch sich traditionell verschiedene Gastsänger ein, diesmal die bezaubernde Astrid Tischmeyer. "Total stimmgewaltig", sagt Sänger Freddy Puhl anerkennend, der im Publikum weilt. In der Tat: Das Matthias Hautsch Quartett will berühren, emotional anregen - und dies transportiert Tischmeyer bestens. Wenn sie Holly Coles "Cry if you want to", Eva Cassidys "People get Ready" oder Norah Jones' "Don’t know why" als Zugabe ins Mikro haucht, denkt wohl kaum ein Zuhörer mehr an die Originale. Mit klassischem Jazz hat das weniger zu tun. Dies machen jedoch die beiden Eigenkompositionen Hautschs wieder wett, die mit vielen Jazz- und Funk-Elementen arbeiten. Die anderen Musiker zeigen hierbei ihr Können, indem sie ansprechende Soli spielen: Torsten Steudinger (Bass), Cay Rüdiger (Schlagzeug, Percussion) aus Bad Dürkheim und Michael Quast (Keyboards) aus Schwetzingen, die perfekt zusammenspielen, homogen und geschlossen harmonieren. Hautsch selbst zeigt sich technisch wie stilistisch ausgefeilt, ob an der elektrischen oder an der Akustikgitarre. Aus den warmen, melodiebetonten Stücken heraus sticht ebenso die fetzige Interpretation eines selten gespielten, schwierig geltenden Stückes von Charles Mingus. Alle Instrumen-talisten zeigen, auf welch hohem Niveau sie agieren und improvisieren können, wenn sie sich ansonsten ins Gefüge der feinen Arrangements einordnen. Spätestens als das Quartett als letzten Titel Joni Mitchells "Big Yellow Taxi" anstimmen, das derzeit die US-Band Counting Crows recht erfolgreich covern, gibt es für das Publikum kein Halten mehr. Viel Jubel und lang anhaltender Beifall provozieren zwei Zugaben als krönenden Abschluss für einen so anregenden wie entspannenden Hörgenuss. Michael Müller Es folgen an den kommenden Freitagen, jeweils um 20.30 Uhr: am 16. Juli, Electropop mit Hellmut Hattler & Band (u. a. Sebastian Studnitzky und Sandie Wollasch); am 23. Juli Swing mit dem Klaus Bader Oldtime Jazz Quartett. Ressort: Kultur - regional Erstellt am: 12.07.2004 |
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Mannheimer Zeitung Juni 2002
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FUSION MIT BIß / Stuttgarter Zeitung CD-Debüt von Matthias Hautsch Besser kann ein Debüt
kaum gelingen als die CD" GET IT" des Gitarristen Matthias
Hautsch. WS |
| MUSIKWINTER
/ Saisoneröffnung mit grandiosem Jazz-Konzert in Gschwend - Rundschau
20.10.1998 Michael Brecker Group begeistert - Warm up "Get it" Auch dieses Jahr wartete das "bilderhaus" in Gschwend zur Eröffnung des ,,Musikwinter"' mit international renommierten Künstlem auf. In diesem Fall mit der "Michael Brecker Group" und "Get it!" als ,,special guest". Was den rund 400 Besuchern geboten wurde, war ein Konzert der Extraklasse. FLORIAN SCHMÜCKLE GSCHWEND Den Auftakt zu einem Konzert, das selbst verwöhnte Genre-Liebhaber begeistern mußte, übernahm "Get it!". Obwohl sich deren Saxophonist nach seinem letzten Konzert beide Handgelenke gebrochen hatte, konnten die Absolventen der Stuttgarter Musikschule mit virtuosen Klangcollagen auf dem ihnen eigenen Mix mit Funk, Pop, Jazz (und der daraus resultierenden explosiven ,,Fusion" mit zum Teil rockig anmutenden Passagen) das Publikum angemessen auf den Star des Abends und sein Ensemble einstimmen. Mit einer von Michael Brecker komponierten Hommage verabschiedete sich die Formation mit Christoph Dangelmaier (Gmünd) und Matthias Hautsch (laut Fachmagazin "jazzpoint", einer der talentiertesten Gitarristen der europäischen Fusion-Szene"), nach rund 50 Minuten von der Bühne und schickte die Hörerschaft in eine dreißigminütige Pause, die Gelegenheit gab, sich den kulinarischen Köstlichkeiten zu widmen. Der mit sieben Grammy-Nominierungen bedachte, in seiner Experimentierfreudigkeit und Vielseitig- keit wohl einzigartige und nunmehr dem akkustischen Jazz verfallene Saxophon-Virtuose Michael Brecker servierte zum Auftakt seiner Europa-Tournee in Gschwend die Höhepunkte seiner aktuellen CD. Zu- sammen mit Joey Calderazzo (Piano), James Genus (Bass) und Ralph Peterson (Schlagzeug) bot er dem Konzert in einer professionellen Präzision............ |
| Im
Fusions-Fieber Gelungenes Hip-Hop/Jazz-Experiment im Kupferdächle - 4.12.00 So sieht das also aus, wenn die alte Dame auf jungen Hüpfer trifft: beim Jazz meets Hip-Hop Konzert des Jazzkellers im Kupferdächle am Freitag gerieten scharfe Cuts und feine Gitarren- Soli, ein sauberer Bass und derbe Raps, unterstützt von einem anständigen Schlagzeug aneinander. Zufrieden waren alle Beteiligten, Fans wie Musiker nach dem interdisziplinären Musizieren. Obwohl sich nur gut 80 Zuhörer im Kupferdächle eingefunden hatten. Besonders Matthias Hautsch an der Gitarre als Vertreter des "Jazz-Trios" und DJ Sket von ,,Bucket Ghost und Ghost Writer" ließen ihr ganzes können aufblitzen. DJ Sket starrte ungläubig auf die Finger von Matthias Hautsch, wenn dieser seiner Gitarre den Jazz entlockte. Und Hautsch schaute dem Platenkratzer von "Bucket Ghost" ungläubig auf die Nadel, wenn dieser die 1210er bearbeitete. Im zweiten Part der Jazz/Hip-Hop-Symbiose hatten die Beteiligten aneinander gewöhnt und Sket und Hautsch fabrizierten so manch interessante Soundfusion. Überhaupt verliehen die Jazzer den Liedern der Hip-Hopper einen neuen Schliff. Großartig, wie die Ballade "Der Mut der Kriegerin" mit instrumentaler Unterstützung noch stärker unter die Haut ging, als im Original. Oder wie das "Jazz Trio", allen voran Bassist Thorsten Steudinger, der Ragga-Nummer "Marianne Sativa" ein feines Jazz-Gewand überstreifte. "Bucket Ghost und Ghost Writer hatten uns ihre ,,Lieder auf CD geschickt, wir haben dann unsere Parts heraus gehört", erklärte Matthias Hautsch das Geheimrezept des starken Konzerts. So geriet jedes der Stücke zu einer Jam-Session. Hautsch, Steudinger und Schlagzeuger Christoph bildeten einen jazzigen Klangteppich, in den "Bucket -Ghost und Ghost Writer" gekonnt ihre Rap-Parts verpackten. Und am Ende zeigte sich, dass die Alte Dame Jazz dem jungen Hüpfer Hip-Hop an Vitalität nichts nach steht. Ingmar Volkmann |
| Der
Ton ist wie das Leben / JazzPodium MATTHIAS HAUTSCH "Seit ich Musik mache, bin ich zufrieden." Als sich Matthias Hautsch vor sechs Jahren der Jazzmusik zuwandte, ließ er sich auf ein Experiment ein: Damals war er von seinem Studium als Nachrichten-Ingenieur so frustriert, dass er einfach wissen wollte, ob er den Sprung in die professionelle Musikwelt packt. DerJazz-Gitarrist aus Bad Herrenalb im Schwarzwald schaffte ihn. Jetzt ist seine Debüt-CD mit seine Fusion-Band "Get it" erschienen. Ein Star aus den USA ist auch darauf zu hören: Gitarrist Mike Stern machte bei seiner Europa-Tournee einen Abstecher ins hauseigene Studio von Hautsch und spielte zwei Soli ein. CDs türmen sich, Kasseteen liegen verstreut. Matthias Hautsch sitzt mit seiner E-Gitarre vor dem PC in seinem Studio und spielt schnelle Läufe. "So klingt Eruption' von Van Halen", erklärt er. Dieses Stück hat ihn als 18jährigen so "von den Socken gehauen, dass ich mir gesagt habe: das will ich können". Doch erst als er mit 28 Jahren sein Ingenieur-Studium abgeschlossen hatte und sich entschied, statt den Beruf auszuüben auf die Musiker-Schule nach Wien zu gehen, kam der absolute Kick zum Spielen: "Ich habe ein halbes Jahr lang nur geübt. Fünf bis neun Stunden pro Tag. Ich habe nichts von Wien gesehen, nur meine Bude." Morgens um fünf Uhr aufstehen. Sounds testen. Grooves und Skalen üben. Matthias Hautsch mußte einmal im Leben das machen, was er wollte, Inzwischen tut er das jeden Tag. Der 34jährige spielt in diversen Formationen, tritt im Pforzheimer Stadttheater auf, produziert in seinem Studio Musicals oder bereitet Schüler auf die Musikhochschule vor. Beim ersten Mercedes-Benz-Jazz-Wettbewerb letzten Winter belegte er mit seiner Band den 2. Platz. Auch bei den diesjährigen Theaterhaus-Jazztagen in Stuttgart stand er mit "Get it" auf der Bühne. "Ich ziehe bestimmte Dinge durch", sagt Matthias Hautsch freundlich, aber entschieden. Er hat vor Augen, was er will. Das hatte er auch letzten Sommer, als er seine CD im eigenen Studio in Bad Herrenalb produzierte. "Ich habe meine Messlatte ganz hoch angesetzt." Er möchte, dass seine CD mit anderen Produktionen von erstklassigen Musikern mithalten kann. Einen solchen hochkarätigen Musiker konnte Matthias Hautsch auch für seine CD gewinnen: den amerikanischen Jazzgitarristen Mike Stern: "Ich war bei ihm auf Workshops. Als er in Karlsruhe sein Konzert hatte, fragte ich ihn." Stern sagte zu und kam. Die "Get it"-Formation bezeichnet Hautsch als eine "Gute-Laune-Bombe". Monate hat er gebraucht, bis er die Band zusammengestellt hatte. "Ich wollte Menschen haben und nicht irgendwelche Größen." Unbekannt sind diese Musiker aber keineswegs. Trompeter Sebastian Studnitzky hat sich in der Jazzszene schon lange einen Namen gemacht. Egal, ob eine Bebop-Nummer mit Funk- Groove oder eine Ballade mit wechselnden Rhytmen, zu allen Stücken weiß derVater von zwei Kindern eine Geschichte. So auch zum Titel "Winds", "Blähungen" auf deutsch. Unter diesen litt sein älterer Sohn als Baby. Matthias Hautsch nahm den schreienden Säugling, legte ihn auf seinen Schoß, damit der sich beruhige und schrieb ein Stück. "Winds" entstand so, nachts um halb vier. "Bei dieser CD-Aufnahme klappte dieses Stück auch nachts um halb vier, nachdem wir den ganzen Tag gespielt hatten", lacht Matthias Hautsch. Wenn der Gitarrist auf ein Konzert geht, können ihm schon einmal die Tränen kommen: "Ich heul gern bei Musik, wenn ich voll dabei bin." Wenn ihn die Musik berührt. Wenn er emotional betroffen ist. Aber sein unverwechselbarer Ton entsteht im Kopf. Vor dem Spielen muss er sich vorstellen können, wie sein Sound klingen soll. "Der Ton ist wie das Leben", sagt der Bad Herrenalber. "Für mich ist der Ton etwas Weiches." Egal, ob der Musiker traditionellen Jazz, Funk oder Fusion spielt - die Improvisation ist dann für ihn Kommunikation. Kontakt mit den Musikern und dem Publikum, das sucht der aufgeschlossene Gitarrist. Im Zusammenspiel mit anderen, im gemeinsamen Groove geht er auf. Auch wenn der Musiker und Komponist musikalisch "ein tierisches Ego" hat. Matthias Hautsch nimmt seine Gitarre und spielt wild. Ob er einmal ganz groß rauskommt, darauf kommt es ihm nicht an: "Ich mach Musik und bin dabei, es zu können." Text: Eva-Maria Bolay Foto: Maria Hopp |
| Auch
am dritten "Fest-Tag" regierte mit "Get it",
"Ezio" und "Suzanne Vega" in Karlsruhe
wieder die Musik NOCHMAL PARTYSTIMMUNG ZUM SCHLUSS Noch einmal richtig zur Sache ging es am letzten Tag beim "Fest" in Karlsruhe. Wer dachte, nach den "Simple Minds" und "Neneh Cherry" seien die Höhenpunkte des Open-air-Festivals vorbei, hat sich getäuscht. Am Sonntag nachmittag stand, bei strahlendem Sonnenschein, der Pforzheimer Gitarrist Matthias Hautsch mit seiner Band "Get it" auf der Bühne. Immer wieder setzte er bei seiner musikalischen Reise durch Jazz, Rock, Latin und Funk zu Soloexkursionen auf seiner Gitarre an, ohne dabei seine hochkarätig besetzte Band in den Hintergrund treten zu lassen. Dafür, dass die Fusionsklänge wie aus einem Guss wirkten, sorgte unter anderem Sebastian Studnitzky, "Get-it-Trompeter""und baden-württembergischer Jazzpreisträger. Die anschließende halbstündige Umbaupause nutzten die meisten Festbesucher, um sich das umfangreiche Programm ............. Von PZ-Mitarbeiter Sven Bernhagen |
| TIERISCH
GUT ABGEGANGEN Matthias Hautsch mit seinem Trio eröffnete den Jazzsommer Bad Liebenzell Bei gleichbleibenden oder gar sinkenden Übernachtungszahlen müssen sich die Ferien- und Kurorte um neue Gäste und Besucher bemühen. Allerorten ist man um Schärfung des ortstypischen Profils bemüht. In Bad Liebenzell macht man in diesem Jahr zum dritten Mal ein spezielles Angebot an die Jazzfreunde der Region, den "Bad Liebenzeller Jazz-Sommer". Hatte man sich in den vergangenen Jahren auf eher traditionellen Jazz und die Veranstaltungsräume im Kurhaus beschränkt, wird in diesem Jahr erstmals eine größere Bandbreite vorgestellt. Die Organisatoren haben sich außerdem bemüht, die verschiedenen Formationen im jeweils passenden Rahmen zu präsentieren. Den Anfang machte am vergangenen Mittwoch die Formation "Get it" um den Gitarristen Matthias Hautsch. Als idealer Auftrittsort erwies sich die Maisenbacher Sägmühle, in deren Schankraum sich die Jazzfreunde drängten. Eng, rauchig, heiß war es in den Räumen, hervorragende Bedingungen also für das Sextett. Und die jungen Musiker enttäuschten ihr Publikum nicht: laut, schnell, erdig direkt. Der Holzdielenboden übertrug die Rhytmen, die Thorsten Grau auf seinem Schlagzeug hämmerte, die Basslinien Christoph Dangelmaiers nahm die Magengegend genauso intensiv wahr wie die Ohren. Wenn Sebastian Studnitzky seine Trompete und Libor Sima sein Saxophon bedienten, wehten den Zuhörern scharf gesetzte Einwürge genauso um die Ohren wie virtuos durchblasene Themenköpfe. Meisterhaft befingerten auch Holger Engel, Keyboard, und Bandleader Matthias Hautsch, Gitarre, ihre Instrumente. Beide nutzten aber auch gekonnt die technischen Möglichkeiten; die Verstärker, Soundgeneratoren und Effektgeräte zur Verfügung stellten. Nein, Musik zum sonntäglichen Frühschoppen, Hintergrund zum Plausch, Musik um nebenher ein Schlückchen zu sich zu nehmen, war das beileibe nicht. Latin-Rhytmik mit Rockmelodik, geslapter Funkbass zu Be-Bop-Bläserlinien, Jazzharmonik, über der sich Popballaden breitmachten: Matthias Hautsch wildert respektlos, und heraus kommt Musik. Die Zuschauer wurden aber nicht nur eingedeckt, "Get it" gönnte auch Momente zum Zurücklehnen. "Rue des Pierre" hieß zum Beispiel ein Stück, das Hautsch auf der akustischen Gitarre spielte. Eine lyrische Melodie war da über eher statische Akkorde gelegt. Hautsch ließ den Klang durch den Raum hallen, ehe er das Stück mit sphärischen Flageolett-Tönen schloss. Nein, John Lennon ist nicht der einzige Träumer. Auch das Trio Hautsch, Dangelmaier, Grau outete sich. Während "Imagine" beim Ex-Beatle die Botschaft in Harmonie und Wohlklang packt, hielten es die drei Musiker von "Get it" eher mit Zupacken. Inspirieren läßt sich beim Komponieren Hautsch gern von Dingen, die ihn gerade beschäftigen. So motiviert ihn zum Beispiel sein Sohn. Ob es nun nächtliche Blähungen sind, die den Vater wach halten, so dass ihm die Idee zum Titel "Winds""kam, oder Lautäußerungen wie "Baoi", die für Papi wie Musik klingen und mit einem Schuffle-Rhythmus unterlegt auch tierisch abgehen. Nicht gerade zimperlich ist der Umweltaktivist Paul Watson. Er versenkt, wenn das ohne Gefahr für Menschenleben geht, Walfangboote. Matthias Hautsch zeigte sich beeindruckt und komponierte für "Get it" ein Stück Ermutigungsmusik. "Watson go on" heißt der Titel. Die Zuhörer waren begeistert, es zuckte manches Bein, und einige wären unverzüglich losgezogen, hätte die Aufforderung ihnen gegolten. So waren denn auch die hörbaren Reaktionen des Publikums Entzückensrufe und Applaus. Dass die Band nicht ohne mehrere Zugaben von der Bühne durfte, sollte die Macher des Festivals ermutigen, auch weiterhin unkonventionelle Musiker und Bands einzuladen. Sebastian Weber |
| "Get
it" im Jazzkeller ZÜNDENDES GEMISCH Ein zündendes Gemisch aus Funk, Latin, Rock und Jazz gelang den Musikern der Band "Get it" im Jazzkeller an der Rudolfstraße. Wie Bandleader mitteilte, gibt es zwar die Gruppe "Get it" schon etliche Jahre, aber in dieser Besetzung war es eine Premiere - die neuen Mitglieder hatten erst zweimal miteinander geprobt. Dafür klappte das Zusammenspiel hervorragend und die Band begeisterte ihr Publikum, das in beängstigender Fülle in den Räumen des Jazzkellers Platz nahm. Matthias Hautsch, von dem die meisten Titel geschrieben waren, überzeugte durch originellen Einfallsreichtum. Die Musik hat einen vitalen und dynamischen Impuls, der von Libor Sima (Saxophon) und Sebastian Studnitzky (Trompete und Flügelhorn) konsequent und inspiriert weitergetragen wurde. Thorsten Grau am Schlagzeug brachte vor allem mit Latin-Rhythmus Farbe ins Spiel, und Christoph Dangelmaier am Bass sorgte für einen grooving underground. Mit dem Verschmelzen der verschiedenen Jazzstile gelang "Get it" eine beeindruckende Synthese mit einem neuen, eigenständigen Sound, der vom Publikum begeistert aufgenommen wurde. Die Musik zeichnete sich sowohl durch innere Ruhe als auch durch temperamentvolle Impulsivität aus. Tiha |
| Konzert
in Wildbad VOM JAZZ BIS ZUM FLAMENCO Zum vierten Mal konnte der Wildbader Kulturbeutel nun im kulturellen Leben Wildbads einen neuen Farbtupfer setzen. Die beiden Gitarristen Diego Zendeh und Matthias Hautsch boten eine große Anzahl von Eigenkompositionen, die ihre beachtliche Fingerfertigkeit, ihr rhytmisches Empfinden und hohe Musikalität eindrucksvoll demonstrierten. Die Zuhörer konnten sich an der Vielseitigkeit der beiden Künstler erfreuen, so dass für jeden etwas dabei war: moderner Flamenco war ebenso zu hören wie Bossa- und Jazzelemente, lateinamerikanische Rhytmen und Stücke von Paco De Lucia, Al Di Meola, John Mc Laughlin, Mike Stern oder Van Halen. Wieder vermochte der Wildbader Kulturbeutel durch eine einfühlsame Raumgestaltung, zu der dezentes Kerzenlicht ebenso wie eine sparsame Verwendung von Scheinwerfern gehörte, den äußeren Rahmen für den musikalisichen Genuss zu schaffen, den das sachkundige Publikum ohne Zweifel empfand. Sicher hatte mancher Gitarrenmusik noch nicht so spielen gehört, konnten die Gitarristen dem Publikum doch auch höchst moderne bis ins Disharmonische reichende Klänge nahe bringen, die sich jedoch öfter wieder in harmonische Sequenzen auflösten. Beachtlich auch, wie einfühlsam die Künstler ihre Instrumente im Wechselspiel einsetzten und zudem noch mehrere Soli virtuos zu Gehör brachten. Hja |
| Das
Gitarrenduo "Losers Toy", das sich mit einem Percussionisten verstärkt
hatte, bot beim Klassischen Frühstück im hervorragend besuchten Kupferdächle erstklassige Fingerarbeit. GITARRENMUSIK ZUM FRÜHSTÜCK Eine Veranstaltung besonderer Art findet im Kupferdächle in monatlichem Rhythmus statt; das "Klassische Frühstück". Basierend auf der erkenntnis, dass normale Cafés sehr anonym sind, wird in der Pforzheimer Jugendbegegnungsstätte ein Frühstück in lockerem Rahmen angeboten. Jedes Mal treten Künstler live auf, die klassische Musik darbieten. Der Auftritt des Gitarrenduos "Losers Toy" wurde am Samstag zum bisher bestbesuchtesten Klassischen Frühstück. Die beiden Gitarristen Matthias Hautsch und Diego Zendeh, die sich durch den Percusionisten Martin Hohwalter verstärkt hatten, boten ein vielseitiges Programm. Stücke von Al Di Meola, John Mc Laughlin und Paco De Lucia, Eigenkompositionen, Jazz-Standarts, Flamencos und lateinamerikanische Rhythmen, spielten sie in hervorragender Weise. Hautsch und Zendeh stellten dabei eindrucksvoll ihre besondere Klasse im Gitarrenspiel heraus; die Stücke bieten den beiden viel Raum für Improvisationen. Ble |
| Eröffnung
des zwölften Musikwinter Gschwend mit Star-Jazzer Michael Brecker Musik wie aus dem Vulkan und Klänge wie Gesänge von Walen Der "Mythos Gschwend" lebt weiter. Nun läßt sich wieder diese eigentümliche Erfahrung machen: Man gondelt kilometerweit auf verlassenen Straßen durch den Schwäbischen Wald und trifft auf vier Weltklasse-Musiker. Der Gschwender Musikwinter macht's wieder einmal möglich. Am Freitag hat die neue Saison in der Gemeindehalle begonnen. Und wie! Jeder renommierte Jazz-Club könnte stolz darauf sein, eine Formation wie die Michael Becker Group zu präsentieren. Natürlich waren da einige Vorarbeiten nötig, um die Gschwender Gemeindehalle mit ihrer putzigen Guckkasten-Bühne auf Jazz-Ambiente zu trimmen. Viele ehrenamtliche Helfer haben dabei wieder mit Hand angelegt. Auch das gehört zum ,"Mythos Gschwend". Für den musikalischen Auftakt am Freitag sorgte zunächst die Fusion-Band "Get it" mit Funk, Pop und Jazz. Bereits hier waren hochkarätige Musiker zu hören, von denen Matthias Hautseh die Auszeichnung; erhielt, einer der ,,talentiertesten Gitarristen der europäischen Fusion-Szene" zu sein. Die Band spielte überwiegend eigene Stücke. Häufig wurden elektronische Klänge beigemischt, die teilweise an Gesänge von Walen erinnerten. Dann gab's ein kerniges Latino-Stück mit vertracktem Rhythmus, quasi ein Samba für Dreibeinige. Und immer wenn Sebastian Studnitzky zu seinen samtweichen Flügelhorn-Soli ansetzte, entstand so ein bißchen Miles-Davis-Atmosphäre. So weit, so beeindruckend. Dann kam die Umbaupause................... |
| Matthias
Hautsch und "Get it" bei Jazz im Schloss LEIDENSCHAFTLICH - SCHWUNGVOLL - EINFALLSREICH Einen idealen Rahmen haben da, die Veranstalter der Reihe "Jazz im Schloss", die Neuenbürger Stadtverwaltung und die Jugendmusikschule, gefunden. Im Gewölbekeller des Schlosses. Hoch über Neuenbürg gelegen, läßt sich's an Tischen und Bänlen urig und gemütlich sitzen und genüsslich ein Bier trinken. Das schmeckt dann doppelt gut, wenn das Musikprogramm so abwechslungsreich, mal mit jazziger Power, mal mit gefühlsbeladenen Balladen, den idealen Rahmen dazu gibt. Matthias Hautschs Gruppe "Get it" liess es in dieser Hinsicht an nichts fehlen und besaß auch die Vielseitigkeit, das altersmäßig sehr gemischte Publikum, von den Kindern bis zu den Großeltern war alles vertreten, in seinen Bann zu ziehen. Die meisten Titel des Abends stammten aus der Feder von Matthias Hautsch, und das hervorspringende Stilmerkmal ist die Fusion aus Rock-, Funk- und Latinjazz. Obwohl "Get it" als Gruppe den Neueintritt des Keyboarders vor zwei Tagen zu verkraften hatte, präsentierte sich die Band als homogenes Ganzes, das die Ideen des Leadgitarristen Hautsch mit viel Schwung und ausgebufftem Können über die Rampe brachte. Für einen besonderen Ruhepunkt im funkigen Jazzgewühle sorgte Matthias Hautsch mit einer Solonummer auf der akustischen Gitarre. Ein hoch kultiviertes Stück mit weitausladenden Akkorden, die immer wieder durch impulsive Melodien und Motive zusammengehalten wurden. "On the river" hieß anscheinend dieses gelungene Stück, das die Zuhörer sichtlich in seinen Bann schlug. Hätte aber auch ohne weiteres "Spätzle mit Soß" heißen können, wie der Spieler augenzwinkernd hinzufügte. Nun, wohlschmeckend wie Spätzle mit Soß war's, was die Gruppe "Get it" an diesem Abend im Schlosskeller zu Neuenbürg servierte, mit leidenschaftlichen Saxophonsoli, schwungvollem Keyboardspiel, prägnanten und einfallsreichen Trompeteneinsatz, einem zündenden Schlagzeug und, last not least, den ideenreichen Gitarrenimprovisationen. Tilman Hagen |
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Musiker aus Großraum
Pforzheim sahnen bei Nachwuchswettbewerb Preise ab |
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Matthias Hautsch und "Get
it" stellten im restlos ausverkauften "domicile" ihre
erste |